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21.07.2016, 13:53 Uhr
Thorsten Frei mit 99,3% als Bundestagskandidat aufgestellt
Im Haus des Gastes in Schonach wählten die Parteimitglieder der CDU im Bundestagswahlkreis 286 ihren Kandidaten für die Bundestagswahl im September 2017.
Dabei wählten die 154 anwesenden Mitglieder aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis sowie den fünf Gemeinden Gutach, Hausach, Hornberg, Wolfach und Oberwolfach Thorsten Frei mit 99,3% zu ihrem Kandidaten. Der 42-jährige ist seit 2013 Mitglied des Bundestages.

In seiner Bewerbungsrede sprach Thorsten Frei von einem wunderschönen Wahlkreis, in der er seinen Beitrag leisten möchte, dass sich "unsere Region weiterhin so gut weiterentwickelt als bisher". Der Christdemokrat resümierte seine ersten drei Jahre im Bundestag. "Zentral für mich ist die Arbeit vor Ort, im Wahlkreis." Thorsten Frei zeigte exemplarisch auf, was für die Region wichtig ist: Einer der wichtigsten Bereiche sei für ihn die digitale wie analoge Infrastruktur. "Der Bundesverkehrswegeplan ist für uns sehr gut ausgefallen, jetzt geht es darum, dass wir die Straßenprojekte auch schnellstmöglich umsetzen.", so der Kandidat. Nicht zuletzt gehe es um das große Ganze. Deshalb erinnerte er darüber hinaus an weitere Projekte im Oberen Kinzigtal und im Bereich der Schienenverkehrswege, wie der Gäubahn und der Schwarzwaldbahn.

Für den Wahlkreis eminent wichtig seien auch die wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Bereich der Erbschaftssteuer, in der es darum gehe, die mittelständische Wirtschaft nicht weiter zu belasten oder im Bereich des bäuerlichen Daseins, in der es wichtig sei, dass "die Landwirte in unserer Heimat von Brüssel, Berlin und Stuttgart zielgerichtet unterstützt werden".

Der Bundestagsabgeordnete nutze aber auch die Gelegenheit, den Parteimitgliedern sein Grundverständnis von Politik zu erläutern. Bei 674 Milliarden Euro an Steuereinnahmen seien die Voraussetzungen geschaffen, ausgeglichen zu haushalten. Für die kommenden Jahre gelte es, den eingeschlagenen Weg des Bundes fortzuführen, schwarze Nullen zu schreiben und gleichzeitig entscheide Zukunftsbereiche ins Visier zu nehmen. "Wir müssen noch mehr Mittel für Forschung und Innovation freigeben, damit unsere Wirtschaft und unser Hochschulwesen weiterhin so unterstützt werden, um erfolgreich die Zukunft anpacken zu können.", so Thorsten Frei.

"Uns geht es gut, aber jeder spürt, dass unser Wohlstand und unser Fundament auf dünnem Eis steht. Wir spüren die Entwicklungen in der Welt schneller als je zuvor. Damit müssen wir zurecht kommen.", erinnerte Thorsten Frei auch an die außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen. Der Terrorismus dürfe keine Brutstätte haben, deshalb müssten wir uns auch an internationalen Einsätzen beteiligen, warb der Außen- und Europapolitiker für ein stärkeres Engagement von Deutschland in der Welt.

Den Bogen schlug der Abgeordnete mit einem Bekenntnis für die kommunale Selbstverwaltung. All seine Kraft in Berlin möchte er auch dafür aufbringen, dass die Kommunen gestärkt werden. Mit dem Bundesteilhabegesetz, dem Kita-Ausbauprogramm, der vollständige Übernahme der Grundsicherung im Alter und dem Investitionsprogramm des Bundes seien in dieser Legislaturperiode richtige Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, die die untere Ebene aktiv unterstützen würde, und damit die kommunale Kraft ausbaue.

Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Schwarzwald-Baar und stellvertretende Bezirksvorsitzende Dr. Andreas Schwab MdEP führte durch den Abend und erinnerte an die gegenwärtigen schwierigen politischen Rahmenbedingungen. "Der Terroranschlag von Nizza und die Entscheidung der Briten für den Brexit verdeutlicht, vor welchen Herausforderungen wir stehen." Auch Justiz- und Europaminister Guido Wolf erinnerte in seinem Grußwort an die Werte Freiheit, Toleranz und Solidarität und forderte die Parteimitglieder auf, dieses Fundament unserer Gesellschaft nach innen und nach außen zu vertreten.