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31.01.2016, 18:25 Uhr
So geht dezentrale Energieversorgung!
CDU-Mitglieder und Umweltexperte besichtigen Bürger-Energie Niedereschach

Ein Musterbeispiel für dezentrale Energieversorgung ist die Bürger-Energie-Niedereschach (BEN). Mitglieder des CDU-Kreisverbandes mit ihrem Vorsitzenden Andras Schwab, dem Bundestagsabgeordneten und CDU-Umweltexperten Andreas Jung sowie dem Landtagsabgeordneten Karl Rombach schauten sich vor wenigen Tagen das Vorzeigeprojekt an und ließen sich vom Vorstandsvorsitzenden Alwin Rist und seinem Stellvertreter Matthias Ratz über die Funktionsweise informieren. Die Energie stammt zu 25 Prozent aus Biogas und knapp über 70 Prozent kommt aus Biomasse. 250 Gebäude mit 600 Haushalten werden an das Netz künftig angeschlossen sein. Das entspricht 1500 Bürgern, die sich für das Fernwärmekonzept entschieden haben. „Damit werden im Jahr etwa eine Million Liter Heizöl eingespart“, rechnete Matthias Ratz vor. Nicht nur die Mitglieder, sondern auch Andreas Jung zeigte sich beeindruckt von dem Projekt.

Jung betonte vor den Mitgliedern des Kreisvorstandes die Vorteile der dezentralen Energieversorgung, bei welcher die Wortschöpfung nicht an große Konzerne gehe, sondern bei den Bürgern bleibe. „Wir wollen die Energiewende mit den Bürgern machen.“, schloss der Energiefachmann des Deutschen Bundestages.

Wie bei jeder Diskussionsrunde dieser Tage kam der CDU-Bezirksvorsitzende an dem Flüchtlingsthema nicht vorbei. „Das Flüchtlingsproblem haben wir nicht wegen Angela Merkel.“, merkte Jung an. Es sei rational in die reicheren mitteleuropäischen Länder zu gehen und nicht in Camps der europäischen Peripherie zu bleiben. Auch eine Mauer würde die Probleme nicht Lösen, sondern nur eine europäische Lösung könne zum Ziel führen. Gerade für eine exportorientierte Region wie die unsere seien geschlossene Grenzen ein großer Nachteil, merkte Jung an. „Wir müssen weitere Länder in Nordafrika zu sicheren Herkunftsländer deklarieren, damit wir weiter den Menschen helfen können, die Hilfe benötigen.“, so Jung. Weiterhin sei es geboten konsequent abzuschieben. Dafür sei jedoch Baden-Württemberg zuständig und die Landesregierung schiebe wesentlich inkonsequenter ab, als viele andere Bundesländer.

Dass die Landesregierung in einem eigenen Gutachten feststellen musst, dass die Gemeinschaftsschule nicht besser als andere Schularten sei, sah der Landtagsabgeordnete Karl Rombach als Bankrotterklärung der Landespolitik. Gerade im Hinblick auf die wesentliche personelle- und finanzielle Bevorzugung der Gemeinschaftsschulen gegenüber anderen Schularten, könne die Schulpolitische Bilanz der Landesregierung nicht schlechter ausfallen.

Nicht nur in der Bildungspolitik, auch bei der inneren Sicherheit Rücke die Polizei durch die Polizeireform von den Bürgern weg. Gerade in Zeiten steigender Einbrüche und einer sinkenden Aufklärungsquote hätten die Bürger kein Vertrauen mehr in die innenpolitischen Entscheidungen aus Stuttgart.