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13.06.2018, 10:18 Uhr
Donaueschinger Schüler bei Thorsten Frei im Bundestag
„Herzlich Willkommen“ im politischen Berlin“ begrüßte Thorsten Frei am Dienstag eine Gruppe von 29 Schülerinnen und Schülern des inklusiven Kooperationsprojekts von Eichendorffschule und Karl-Wacker-Schule.

Die Neuntklässler befinden sich derzeit zu ihrer Abschlussfahrt in Berlin. Das Besondere an dieser Reise ist, dass dabei die letzten Gelder des 2014 gewonnenen und damals 10.000 Euro umfassenden Hauptpreises des Schulwettbewerbs der Sparkasse Schwarzwald-Baar für das Kooperationsprojekt beider Schulen ausgegeben wird. Frühere Reisen nach Frankfurt oder München konnten so mühelos finanziert werden.

Thorsten Frei betonte in seiner Einführungsrede, dass derzeit viel los sei im Bundestag, da die parlamentarische Sommerpause vor der Tür stehe. Durch die langatmige Regierungsbildung nach der Bundestagswahl sei leider sehr viel liegen geblieben. In Bezug auf die aktuell im Parlament diskutierten Themen ging Frei vor allem auf die Bedeutung der G7-Staaten und ihrer regelmäßigen Treffen sowie das damit verbundene, bisher gemeinsam getragene Ziel eines funktionierenden Freihandels ein. Der gescheiterte Gipfel am Wochenende sei seiner Ansicht nach eine gefährliche Entwicklung, da „ein Ende des Freihandels und ein neuer wirtschaftlicher Nationalismus ganz konkret auch Arbeitsplätze im Schwarzwald-Baar-Kreis mit seiner stark international aufgestellten Mittelstandsstruktur kosten könnte.

Das anschließende Gespräch wurde von vielen persönlichen Fragen zum Abgeordnetenleben von Thorsten Frei geprägt. Auf die Frage beispielsweise, ob er sich in Berlin oder in Donaueschingen wohler fühle, antwortete Thorsten Frei, dass dies ganz klar in Donaueschingen sei. „Dort lebt schließlich meine Familie. Und überhaupt arbeite ich in Berlin vor allem.“ Die Zufriedenheit mit seiner Arbeit beschrieb der Bundestagsabgeordnete als sehr groß. „Die Themen sind sehr vielfältig und spannend, was meine Themen und Personen angeht, mit denen ich täglich ins Gespräch komme.“

Zur Frage: „Warum ist in Donaueschingen nun eine Einbahnstraße beim Schloss? entgegnete Frei: „Hier bin ich der falsche Adressat.“ Gleichzeitig unterstrich er, ohne eine Wertung vorzunehmen, aber aus den eigenen Erfahrungen als ehemaliger Oberbürgermeister heraus, dass sich der zuständige Gemeinderat bei solchen Entscheidungendort sehr viele Gedanken mache und viele Argumente für oder wider eine Entscheidung einholen würde.

Den Rest der noch bis Freitag dauernden Fahrt werden die Gäste von der Baar den vielen bekannten Sehenswürdigkeiten der Bundeshauptstadt widmen. Neben einer Spreerundfahrt stehen beispielsweise Berlin Dungeon, das Brandenburger Tor oder auch die Mauer auf dem Programm.