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15.05.2018, 16:45 Uhr
Bad Dürrheimer Realschüler treffen Thorsten Frei im Berliner Reichstag
Seit Sonntagnachmittag sind 29 Schülerinnen und Schüler der Realschule Bad Dürrheim zu Gast in Berlin, um nach den abgeschlossenen Prüfungen einen wichtigen Lebensabschnitt mit einem guten Mix aus Bildung und Freizeit ausklingen zu lassen. Begleitet von ihrer Klassenlehrerin, Frau Bisser-Werner, und Herrn Fehrenbacher als zusätzlichem Begleitlehrer wird die Klasse noch bis Freitag im Rahmen ihrer Abschlussfahrt in der Bundeshauptstadt verweilen.
Der Besuch im Deutschen Bundestag direkt zu Beginn am Montag startete mit einem Besuch des Plenarsaals an den sich ein Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei anschloss. Nach einer herzlichen Begrüßung und der Übermittlung zahlreicher Grüße aus der Heimat ging Thorsten Frei zunächst auf die Besonderheiten der aktuellen Haushaltswoche ein, die bereits am Dienstag - und nicht wie üblich erst am Mittwoch - mit den Debatten beginnt. Den üblichen Auftakt markiert dabei die Einbringung des Bundeshaushaltes durch den Bundesfinanzminister. Daran schließen sich Debatten zu allen Ministerien an. Höhepunkt ist die Generaldebatte zum Einzelplan des Bundeskanzleramtes am Mittwochvormittag. Frei selbst darf in den Beratungen für den Haushalt des Auswärtigen Amtes im Anschluss an die Generaldebatte eine Rede für die CDU/CSU-Fraktion halten.
Bei den Haushaltsdebatten geht es immer auch um einen Blick nach vorn. Ein Thema werden dabei sicherlich die guten wirtschaftlichen Prognosen für Deutschland, die damit erwarteten zusätzlichen Steuereinnahmen von 60 Mrd. EUR bis 2021 und, was man damit machen soll, sein. "Für mich ist ganz klar, dass wir zunächst weiter an einem ausgeglichenen Haushalt festhalten und keine neuen Schulden machen", so Frei, der der Meinung ist, dass sich der Staat an den gleichen Ausgaberegeln orientieren müsse wie seine Bürger. In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass es erst wieder seit 2014 ausgeglichene Haushalte gebe, während jede Regierung in den 45 Jahre zuvor immer neuen Schulden aufgetürmt hat.
Die gut vorbereiteten Schülerinnen und Schüler löcherten ihren Abgeordneten in der Folge mit zahlreichen Fragen zur Politik, zu seinem Werdegang und auch zu seinem Privatleben. Dabei drehte sich vieles um den aktuellen Zustand der Bundeswehr, den unterschiedlichen Dieselausstoß von Pkw und Lkw oder künftige Strafzölle für deutsche Exportwaren in den USA und die Gefahren eines Handelskrieges. Letzteres ist "für kein Land so gefährlich wie für Deutschland, da wir viele Unternehmen haben, die die Hälfte der Wertschöpfung im Ausland erzielen", so Frei, der in diesem Zusammenhang die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten insbesondere auch in seinem mittelstandsstarken Wahlkreis sieht.
Nach dem politischen Pflichtprogramm im Deutschen Bundestag werden die Gäste aus Bad Dürrheim unter anderem das Holocaust Denkmal, Madame Tussauds, das Brandenburger Tor und das DDR-Museum besuchen und bei einer Spreerundfahrt das sommerliche Berlin aus maritimer Perspektive erkunden.